Problemraum

In weniger als 40 Jahren werden schätzungsweise 9 Milliarden Menschen die Erde bewohnen. Über zwei Drittel von ihnen werden in Städten und städtischen Ballungsräumen leben. Dem gegenüber steht eine aus vielerlei Gründen immer weiter schrumpfende landwirtschaftliche Nutz­fläche, deren Lage sich immer weiter von den Stadtzentren entfernt.In der globalisierten Welt werden Waren um den gesamten Erdball transportiert, um häufig nur wenige Cent zu sparen. Der dabei ent­stehende Verbrauch fossiler Energien fällt kostenmäßig zunehmend ins Gewicht, und bringt die be­kannten Schäden für Klima und Umwelt mit sich. Unbefriedigend ist dies insbesondere für Waren, die auch vor Ort hergestellt werden können. Für nicht konservierte Lebensmittel kommt hinzu, dass diese auf den langen Wegen an Frische und Gesundheitswert verlieren. Der ganzjährige Anbau von Früchten und Gemüsen, die sonst nur in der warmen Jahreszeit bei uns gedeihen, würde vermeiden, sie aus fernen Anbaugebieten zu uns transportieren zu müssen.Begründet durch die klimatischen Veränderungen stieg in den vergangenen Jahren auch die Zahl der Extremwetterereignisse, wie Starkregen, Hitze, Dürre, Sturm und Hagel in vielen Regionen der Welt, so auch in Deutschland. Zusätzlich findet eine stetige Verschiebung klimatischer Bereiche statt, die unter anderem durch ausbleibenden Niederschlag fruchtbare Gebiete in Steppen verwandelt. Um dennoch produzieren zu können, setzten die Produzenten vermehrt auf Zusatzbewässerung, sodass hierfür bereits etwa 70 Prozent des genutzten Süßwassers weltweit verwendet werden müssen.Ein weiteres Problem, das immer wieder auftritt, ist die Lebensmittelsicherheit. Krankheitskeime und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln verunsichern die Konsumenten regelmäßig, mit gravierenden Auswirkungen auch auf unbeteiligte Bereiche der Landwirtschaft und auf das Vertrauen in unsere Lebensmittel.Die zunehmende Abwanderung von agrartechnischen Fachkräften aus ländlichen Räumen ist insbeson­dere ein Problem der Industrienationen. Die Gewährleistung der Ernährungssicherung ist jedoch eine der elementaren Aufgaben eines Staates.

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Weiterführende Links

Bevölkerungsentwicklung der Erde
(Bundeszentrale für Politische Bildung)

Drohende Dürren in Europa
(Naturschutzbund Deutschland e.V.)